Licht für ein Denkmal jüdischen Lebens


LAMILUX Glasdächer für die Synagoge Reichenbachstraße in München

Wenn historische Gebäude saniert werden, geht es längst nicht nur um technische Erneuerung oder energetische Optimierung. Es geht darum, Geschichte zu bewahren, architektonische Qualität sichtbar zu halten und bedeutungsvollen Orten ihre Wirkung zurückzugeben. Die Synagoge Reichenbachstraße in München ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel. Mit ihrer Wiedereröffnung erhielt die Stadt nicht nur ein architektonisches Denkmal zurück, sondern vor allem ein wichtiges jüdisches Gotteshaus. Einen wesentlichen Beitrag für die Architektur leisten acht Glasdächer PR60 von LAMILUX, die die imposanten Oberlichter in der Decke wieder mit natürlichem Licht versorgen und damit helfen, die ursprüngliche Raumidee des Gebäudes neu erfahrbar zu machen.

Mehr als eine bauliche Erneuerung
Die Sanierung der Synagoge Reichenbachstraße zeigt, dass Bauen im Bestand weit über die Sicherung von Substanz hinausgeht. Wo ein Gebäude eine so vielschichtige Geschichte in sich trägt, bedeutet Sanierung immer auch Verantwortung. Sie muss nicht nur erhalten, was materiell vorhanden ist, sondern auch das, wofür ein Ort steht.
Im Fall der Synagoge in der Reichenbachstraße betrifft das gleich mehrere Ebenen: die architektonische Qualität eines bedeutenden Sakralbaus der Moderne, die religiöse Bedeutung als jüdisches Gotteshaus und die historische Tiefe eines Ortes, dessen Geschichte von Zerstörung, Verlust und Wiedergewinnung geprägt ist. Gerade in bewegten Zeiten wird deutlich, wie wichtig es ist, solche Orte nicht nur zu bewahren, sondern ihre Aussagekraft für die Gegenwart zu stärken.

Licht prägt die Atmosphäre des Raums
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Tageslicht. Es sorgt nicht nur für Helligkeit, sondern prägt die gesamte Stimmung des Innenraums. Das Licht fällt ruhig und weich ein, schafft eine besinnliche Atmosphäre und verleiht dem Raum Tiefe und Ruhe. Gerade in einem Sakralraum ist Licht mehr als ein funktionales Element, denn es unterstützt Orientierung, Sammlung und Wahrnehmung.
Zu dieser Wirkung tragen auch die verzierten Fenster bei, die dem Raum zusätzliche Struktur und Atmosphäre geben. Vor allem aber öffnen die großflächigen Oberlichter den Blick nach oben und machen die Decke als wichtigen Teil der Architektur erlebbar. Sie lassen den Raum lichter und weiter erscheinen und verstärken den Eindruck von Höhe und Sammlung. So wird Tageslicht zu einem wesentlichen Gestaltungsmittel, das die besondere Raumwirkung der Synagoge entscheidend mitprägt.

LAMILUX bringt die ursprüngliche Lichtidee zurück
Hier setzen die Tageslichtsysteme von LAMILUX an: LAMILUX verbaute acht Glasdächer PR60 in Satteldachform, die die Oberlichter in der Decke der Synagoge wieder zum Strahlen bringen.
Die Glasdächer führen somit das Tageslicht dorthin zurück, wo es für die Wirkung des Innenraums entscheidend ist. Licht von oben schafft in Sakralräumen eine ruhige, gleichmäßige und weiche Atmosphäre. In der Synagoge Reichenbachstraße stärkt diese Belichtung die Präsenz der Decke, betont die Tiefe der oberen Raumzone und macht die Oberlichter wieder als wichtigen Teil des architektonischen Konzepts erfahrbar.
Dabei spielte das Glasdach PR60 von LAMILUX seine Stärken besonders im Bestand aus. Gerade in Sanierungsprojekten lässt es sich millimetergenau an die vorhandene Bausubstanz anpassen. Somit trägt es wesentlich zu Energieeffizienz, Schallschutz und dem Erhalt der architektonischen Qualität des Raums bei.

Rückkehr zur ursprünglichen Raumidee
Die Bedeutung der Sanierung erschließt sich aus der besonderen Geschichte und Architektur des Ortes. Die Synagoge Reichenbachstraße wurde 1931 eröffnet und zählt zu den wenigen erhaltenen jüdischen Sakralbauten der Vorkriegszeit in Deutschland. Gustav Meyerstein entwarf den modernen Sakralraum nach der Neuen Sachlichkeit: Der Raum sollte nicht durch dekorative Fülle wirken, sondern durch Ordnung, Höhe und eine gezielte Führung des Tageslichts. Die Oberlichter spielten dabei eine zentrale Rolle. Sie öffneten den Blick nach oben, betonten die Decke und verliehen dem Innenraum eine ruhige, würdevolle Atmosphäre.
In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge jedoch schwer verwüstet. Nach dem Krieg wurde sie zwar wieder nutzbar gemacht, doch der Charakter, den Meyerstein dem Raum ursprünglich gegeben hatte, trat über Jahrzehnte kaum noch zutage. Die jüngste Sanierung macht diese ursprüngliche Raumidee wieder erfahrbar und zeigt, wie behutsames Weiterbauen Geschichte bewahren und architektonische Qualität neu sichtbar machen kann.

Ein Licht, das bleibt
Mit den acht Glasdächern PR60 leistet LAMILUX in der Synagoge Reichenbachstraße einen Beitrag, der über die reine Belichtung hinausgeht. Die Systeme versorgen die Oberlichter wieder mit natürlichem Licht und stärken damit einen zentralen Teil des architektonischen Konzepts. So unterstützen sie nicht nur die Wirkung des restaurierten Innenraums, sondern auch den sensiblen Erhalt eines Ortes, an dem Architektur, Geschichte und jüdisches Leben eng miteinander verbunden sind.

Presseinformation als Zip-Datei herunterladen