Last Mile Fahrzeuge auf der Letzten Meile


Last Mile Fahrzeuge gestalten den finalen Transport von Waren umweltfreundlicher und effizienter. Was versteckt sich hinter diesem Fahrzeugtyp und was sind die Herausforderungen der Branche?


Lesezeit: 4:30 Min.

Fahrzeuge für die Letzte Meile der Pakete

Es braucht nur wenige Klicks und schon ist das neue T-­Shirt bestellt. Nach dem Online-­Shopping legt die Ware jedoch einen langen Weg zurück, bevor sie beim Kunden ankommt. Ganz ent­scheidend dabei: die Letzte Meile oder auch Last Mile genannt. Zahl­reiche Häuser indi­viduell anzu­fahren, ist für Liefer­dienste ziemlich aufwändig und strapa­ziert dabei die Umwelt. Von Liefer­taxis über Lasten­räder und Trans­porter bis hin zu Drohnen­trans­ports gibt es bereits viele Last Mile Fahr­zeuge auf der Letzten Meile - und auch neue Ideen.

Was ist Last Mile Delivery?

Last Mile Transporter vor Skyline | insights by LAMILUX

Unter dem Begriff der letzten Meile ver­steht man im Liefer­verkehr die finale Weg­strecke zum Kunden – also die letzte Meile, die die Ware beim Trans­port zurück­legt. Ver­gleichen Sie das mit der Strom- oder Wasser­ver­sorgung, von der sich der Begriff ab­leitet: Die Haupt­leitung führt bis zu einem Paket­zentrum in der Stadt. Von dort aus führen zig ver­schiedene Leitungen zu den einzelnen Haus­halten. Und hierin steckt meist der größte Auf­wand für Liefer­dienste: Da der Online-­Handel jährlich um circa 10 Prozent wächst, müssen Kurier-­Express-­Paket-­Dienste (KEP) eine größere Zahl an Menschen individuell be­liefern. Aspekte wie inner­städtische Umwelt­zonen, Per­sonal­mangel und ver­stopfte Verkehrs­wege stellen Liefer­dienste dabei vor Heraus­forder­ungen auf der letzten Meile.

Herausforderungen auf der letzten Meile

Durch die steigende Kauf­bereit­schaft der Kunden sind Liefer­dienste ordent­lich ausge­lastet. Die Kunden erwarten schnelle und frist­gerechte Liefer­ungen, die die Liefer­anten unter Zeit­druck erfüllen müssen. Da die Straßen jedoch vor allem in Ballungs­zentren immer öfter durch Trans­porter über­füllt sind und somit Staus ent­stehen, wird es für die KEP-­Dienste stets schwieriger das Zeit­fenster einzu­halten. Öffnet dann an der Ziel­adresse niemand mehr die Tür, ver­doppelt sich der Aufwand, weil die Ware nun erneut auf den Weg geschickt wird. Dadurch ent­steht ein Kreis­lauf, den die Liefer­dienste allein nicht mehr durch­brechen können. Und das geht ganz schön ins Geld: Bereits 53 Prozent der Liefer­kosten gehen auf das Konto der Last Mile Trans­porte. Flotten­betreiber berechnen deshalb ganz genau die Lebens­zyklus­kosten, oder auch Life-­Cycle-­Costing, ihrer Fahr­zeuge für die Pakete auf der letzten Meile.

GFK für Letzte Meile Fahrzeuge

Der Verkehr auf der Letzten Meile der Pakete nimmt zu: Dafür bedarf es der passenden Transportmittel. Alle haben eines gemein: Die richtigen Werkstoffe für die Konstruktion der Fahrzeuge macht die letzte Meile erst richtig effizient. Eine Lösung hierfür sind glasfaserverstärkte Kunststoffe für die Seitenwände, Dächer und Böden der Last Mile Fahrzeuge. Laden Sie sich das kostenlose Whitepaper herunter und erfahren mehr darüber, wie GFK Ihre Last Mile Fahrzeuge langlebiger und effizienter macht!

Whitepaper zu GFK in der letzten Meile | insights by LAMILUX

Innovative Lösungen für Lieferdienste

Lastenfahrrad für den Last Mile Lieferverkehr in der Innenstadt | insights by LAMILUX

Warum muss die Ware zum Kunden, wenn der Kunde auch sein eigenes Paket holen kann? Das ist das Konzept von Paket­shops oder -stationen, doch um die Nach­frage zu stillen, braucht es noch andere Wege. Die App MyTaxi machte es im Februar 2014 möglich, Paket­liefer­ungen per Taxi zu erhalten. Taxi­fahrer, die sich in der Nähe eines Lagers befinden, werden so kurzer­hand zu Paket­boten und die Ware kommt schnell ans Ziel. Auch Fahr­räder oder E-Scooter werden als Lasten­räder für die Lieferung ein­gesetzt. Ihre Vor­teile: Sie stoßen keine Kraft­stoff­emissionen aus, sind enorm wendig und lassen sich auch von Staus nicht auf­halten. Zukunfts­musik sind aktuell noch auto­nome Fahr­zeuge oder Drohnen. Auch immer mehr Start-Ups be­schäftigen sich mit krea­tiven Lösungen für die Letzte Meile.

Gewappnet für die letzte Meile

Leichter Kühltransporter fährt in Innenstadt | insights by LAMILUX

Es gibt aber auch prakti­kable Wege, her­kömmliche Nutz­fahr­zeuge für die letzte Meile auszustatten. Ein großer Faktor ist das Gewicht. Last-Mile Fahr­zeuge, oftmals auch mit E-Motor, setzen meist auf leichte Materialien, um das Eigen­gewicht zu redu­zieren. Das spart Kraft­stoff und erhöht die Zu­ladungs­kapa­zität. Somit sind insgesamt weniger Fahr­zeuge unterwegs, die sogar noch weniger Schad­stoffe ausstoßen.  

Ein Bei­spiel für Leicht­bau­materi­alien sind glas­faser­ver­stärkte Kunst­stoffe (GFK). Die Kunst­stoff­platten werden immer öfter für Ver­kleidungen von Nutz­fahr­zeugen ein­gesetzt. Ihre Vor­teile gegen­über her­kömm­lichen Materialien wie Alu oder Stahl sind vor allem das enorm geringe Gewicht bei gleich­zeitiger Stabi­lität und Robust­heit. Ein bestens geeig­neter Verbund­werk­stoff für die Trans­porter der letzten Meile ist LAMILUX X-treme. Beim Trans­port der Ware hält er sämt­liche Schläge und Stöße aus, die im Alltag un­vermeid­bar sind. Und auch gegen Witterung und Korrosion besteht dieses Seiten­wand- und Dachmaterial.