Klimaschutz mit der Energieeinsparverordnung


Normen, Vorschriften und Richtlinien – Deutschland steckt die Gesetzeslage für Bauherren und Architekten ganz genau ab. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) hat dabei die Aufgabe, die Ziele der Klimaschutzpolitik einzuhalten. Was muss beachtet werden?


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Klimaneutrales Bauen dank der EnEV

Zwischen Baugenehmigung und Bauabnahme liegen viele Schritte und vor allem Vorschriften. Eine davon ist die Energieeinsparverordnung oder kurz EnEV.  Sie zeigt genau auf, welche Werte einzuhalten sind, um Gebäude so energieeffizient wie möglich zu errichten. Ein essenzieller Aspekt ist hierbei erneuerbare Energie wie etwa durch Tageslicht. Lichtkuppeln, Glasdächer oder Flachdach Fenster bringen natürliches Licht ins Gebäude und verringern dadurch die Energiekosten. 

Bauherr vor Wohnhaus | insights by LAMILUX

Was ist die EnEV?

Die Energieeinsparverordnung ist ein Teil des deutschen Wirtschaftsverwaltungsrechts und beschäftigt sich mit Vorgaben und Richtwerten, die dafür sorgen, dass Gebäude Schritt für Schritt energieeffizienter werden. Hierbei rücken vor allem Wohn- und Bürogebäude sowie gewisse Betriebsgebäude in den Fokus. Ausschlaggebendes Kriterium: Die Innentemperaturen. So berücksichtigt die EnEV hauptsächlich Gebäude mit einer niedrigen (12 – 19°C) und normalen (19°C) Innentemperatur.  

Für das Bauvorhaben speziell gelten schließlich verschiedene Heiz- und Dämmwerte, die einzuhalten sind. Um dies individuell zu berechnen, wenden Bauplaner das sogenannte Referenzgebäudeverfahren an. Hier stellen sie sich ein Gebäude vor, das von der Größe und Ausrichtung dem Bauvorhaben entspricht und ermitteln daran den maximal zulässigen Primärenergiebedarf. Danach vergleichen sie die Werte mit dem tatsächlichen Bauvorhaben, um zu erkennen, ob die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden.

Auf dem Weg zum klimaneutralen Bauen

Seit der ersten Energieeinsparverordnung 2002 werden die Anforderungen an das energieeffiziente Bauen immer strenger. Das Ziel: Klimaneutrales Bauen bis 2050. Damit die Baubranche bis dahin schrittweise die nötigen Werte daran annähert, erlaubt die Energieeinsparverordnung ab 2021 nur noch Niedrigst- oder Null-Energie-Neubauten. Darum wird es immer wichtiger auf erneuerbare Energien zu setzen. Beispielsweise Passivhäuser zeigen schon auf, wie Bauen auch ohne eine klassische Gebäudeheizung aussieht - und welche Rolle Tageslicht spielen kann. Allein durch eine sehr hohe Wärmedämmung und spezielle Lüftungstechniken, die für ein angenehmes Raumklima und genügen Frischluft sorgen, ist es möglich den Energiebedarf auf ein Minimum herunterzufahren.

Effiziente Belichtung mit Tageslicht

Ein Weg, um erneuerbare Energie sinnvoll einzusetzen, ist der Gebrauch von natürlichem Tageslicht. Damit genügend Licht ins Gebäude gelangt, sind Fensterfronten und Oberlichter unumgänglich. Denn wenn ausreichend Tageslicht durch das Haus strömt, sinkt zeitgleich auch die Energie, die für die künstliche Belichtung der Wohnung aufgebracht wird. Das reduziert nicht nur die anfallenden Kosten, sondern spielt außerdem optimal in den Umweltaspekt der Energieeinsparverordnung rein. 

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