Wachstum durch Nachhaltigkeit: LAMILUX erwirtschaftet 175 Millionen Euro

LAMILUX hat im vergangenen Jahr den höchsten Umsatz in seiner mehr als 100-jährigen Firmengeschichte erzielt: 175 Millionen Euro erwirtschaftete das Rehauer Familienunternehmen, die Exportquote liegt bei mehr als 60 Prozent. Damit hat sich der Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortgesetzt. „Wir konnten mit 10,8 Prozent wieder zweistellig zulegen“, erklären die beiden Geschäftsführer Dr. Heinrich Strunz und Dr. Dorothee Strunz. Die Faktoren für diesen erneuten Erfolg: eine hohe Innovationskraft und eine starke Präsenz auf internationalen Zukunftsmärkten. Darüber hinaus führen sie den positiven Geschäftsverlauf auch „auf das nachhaltige Wirtschaften in unserem werteorientierten Familienunternehmen“ zurück. „Wir wollen kein schnelles Wachstum um jeden Preis. Uns liegt vielmehr an einer soliden und verantwortungsvollen Entwicklung in allen Bereichen unseres Unternehmens.“

„Die Planung von Gebäuden nach dem internationalen Passivhausstandard prägt derzeit das energieeffiziente Bauen“, erläutert geschäftsführender Gesellschafter Dr. Heinrich Strunz. „Darauf haben unsere Entwicklungsingenieure hervorragend reagiert, so dass wir als weltweit erster Hersteller hochwertige, in der höchsten Effizienzklasse zertifizierte Oberlichter für Passivhäuser auf den Markt gebracht haben.“ Darüber hinaus habe man speziell für Industrie- und Gewerbebauten, bei denen ebenfalls zunehmend energetische Gesichtspunkte eine Rolle spielen, zwei neue Lichtband-Systeme entwickelt.

„Mit diesen Produkten hatten wir zum einen gute Verkaufserfolge. Zum anderen konnten wir unseren Ruf als Produzent sehr energieeffizienter Lichtkuppeln, Lichtbänder und Glasdachkonstruktionen festigen“, fügt David Plaetrich, Vertriebsleiter im Unternehmensbereich LAMILUX Tageslichtsysteme, an. Gepaart mit einem Ausbau der Vertriebsaktivitäten habe dies beispielsweise im Produkt-segment Lichtkuppeln zu einer erfreulichen Entwicklung geführt.

Großer Zuwachs im Bereich faserverstärkte Kunststoffe

Geradezu als „Trendsetter“ agiere das Unternehmen auf dem Markt für faserverstärkte Kunststoffe. Wie Stefan Bachstein, Technischer Leiter dieses Unternehmensbereichs, erklärt, spielten der Leichtbau von Fahrzeugen und die energieeffiziente Mobilität auch in der Nutzfahrzeuge- und Caravanindustrie international eine immer größere Rolle. „Durch den  Einsatz unserer sehr stabilen und zugleich sehr leichten Composites-Materialien in den Dächern, Seitenwänden und Böden der Fahrzeugaufbauten schaffen wir die Möglichkeiten, deren Gewicht eminent zu reduzieren.“

So sei es nach den Worten des Vertriebsleiters für faserverstärkte Kunststoffe, Jochen Specht, im vergangenen Jahr gelungen, weitere namhafte Hersteller im Nutzfahrzeuge-, Caravan- und Omnibusbereich von den Vorteilen der Werkstoffe aus dem Hause LAMILUX zu überzeugen. „Sie werden weltweit nachgefragt und ersetzen immer mehr die herkömmlichen Materialien wie Stahlblech oder Aluminium.“

Hier zahle sich vor allem aus, dass man die hohen Standards der Automobilin-dustrie erfülle, ist Dr. Heinrich Strunz überzeugt. „LAMILUX hat als erster Hersteller faserverstärkter Kunststoffe einen Großteil seiner Labor- und Prüfeinrichtungen freiwillig vom TÜV Süd Deutschland prüfen und erfolgreich zertifizieren lassen“, erläutert er. Damit habe sich LAMILUX selbstverpflichtend höchste Qualitätsanforderungen auferlegt.

Konsequent auf Qualität gesetzt

Dr. Heinrich Strunz: „Die Produktion höchster Qualität stellt für uns die solide Basis dar, um uns auf den internationalen Märkten fest zu positionieren. Durch unsere Qualitätsorientierung heben sich unsere Materialien von denen der meist preisbezogenen Wettbewerber positiv ab. So sind wir der Billigkonkurrenz einen großen Schritt voraus.“

Freuen konnte sich LAMILUX 2013 noch über weitere Zertifizierungen und Wür-digungen. Beispiel Nachhaltigkeit: Für alle Produkte im Unternehmensbereich „LAMILUX Tageslichtsysteme“ wie Lichtkuppeln, Lichtbänder und Glasdachkon-struktionen hat das Unternehmen die Environmental Product Declaration (EPD) erlangt. Wie Joachim Hessemer, technischer Leiter im Unternehmensbereich „LAMILUX Tageslichtsysteme“ erläutert, habe LAMILUX mit den Umwelt Produkt Deklarationen, die als international anerkanntes und akzeptiertes Produkt-Öko-Label gelten, die ökologische Nachhaltigkeit seiner Produkte und deren ressour-cenbewusste Fertigung nachgewiesen.

Nachhaltiges Wirtschaften, langfristiges Denken

Darüber hinaus weist Norbert Schug, Leiter der Abteilung „IT und Organisation“, darauf hin, dass LAMILUX 2013 ein zertifiziertes Energiemanagement eingeführt und dafür ein TÜV-Siegel erhalten habe. Im Zentrum stehe dabei der effiziente und sparsame Umgang mit Energie in allen Bereichen des Unternehmens, also in den Büros, der Fertigung und den Lagern. Norbert Schug: „Das System ermög-licht uns permanente Optimierungen, so dass wir ressourcenschonend arbeiten und merklich den Energieverbrauch senken können.“

Unter den Aspekten nachhaltigen und verantwortungsvollen Agierens standen auch die Würdigung „Bayerns Best 50“ und die Auszeichnung als Finalist des „Entrepreneure des Jahres 2013“. „Familiengeführte Unternehmen leben ein Wertebewusstsein, das in der Gesellschaft eine immer größere Anerkennung erfährt“, so die Einschätzung von Dr. Dorothee Strunz. „Das langfristige Denken ersetzt das kurzfristige der börsennotierten Konzerne, das vertrauenswürdige und persönliche Mitarbeiterverhältnis schlägt die Anonymität in Großorganisationen.“

Gerade die Besinnung auf gemeinsame, verbindliche Werte schaffe ein menschliches, motivierendes Umfeld, in dem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne für die Unternehmensziele engagieren. Dr. Dorothee Strunz: „Wir sind ein 630 Köpfe starkes Team – und ziehen alle an einem Strang.“

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