LAMILUX investiert 23 Millionen € am Standort Rehau

Mit der Ankündigung einer millionenschweren Investition startet die Rehauer Firma LAMILUX ins Jahr 2014. Das Familienunternehmen wird an seinem Firmenstandort in Rehau eine neue Flachbahnanlage für die Fertigung faserverstärkter Kunststoffe errichten und für deren Unterbringung eine Produktionshalle von 223 Meter Länge und 30 Meter Breite bauen. LAMILUX tätigt hierfür die größte Einzelinvestition im laufenden Jahr, in dem das Unternehmen insgesamt 23 Millionen Euro für Gebäudeneubauten und Maschinen ausgeben wird. Beim offiziellen Spatenstich würdigte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner das Erweiterungsprojekt als „Zukunftsinvestition“, die für den Mut und das regionale Engagement des Familienunternehmens LAMILUX stehe. „Ihre Investition wird die Wirtschaftskraft und damit die Attraktivität Hochfrankens weiter stärken.“

Bei der neuen Anlage handelt es sich um eine Produktionsstraße, auf der in einem kontinuierlichen Prozess Bahnen und Platten aus faserverstärkten Kunststoffen hergestellt werden.  Sie wird in einem Gebäude untergebracht – eine Produktionshalle mit angebundener Lagerhalle auf einer Fläche von 7.400 Quadratmetern –, das im Rehauer Gewerbegebiet „Am Frauenberg II“ auf dem freien Bereich eines bereits teilweise bebauten Firmenareals entsteht.

Umweltfreundliche Fertigungstechnologie

Für den ressourcenschonenden und energiebewussten Produktionsablauf setzt LAMILUX, wie bei den bereits bestehenden Flachbahnanlagen, wieder auf eine selbstentwickelte Umwelttechnologie. Grundsätzliches Prinzip ist, aus der während der Produktion der faserverstärkten Platten und Bahnen entstehenden Abluft Energie zu gewinnen. Dafür wird die Abluft abgesaugt und umweltneutral verbrannt, wodurch Heißwasser erzeugt und zur Beheizung der Fertigungslinie im Bereich der Platten-Aushärtung erneut eingesetzt werden kann. Das einzigartige Nachverbrennungskonzept bei LAMILUX trägt seit mehreren Jahren den Innovationspreis der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK) im Bereich Umwelt.

Investition in Innovationskraft und internationale Wettbewerbsvorteile

Laut Firmenchef Dr. Heinrich Strunz investiere das Unternehmen aus „Innovations- und Kapazitätsgründen“ in die weitere Flachbahnanlage. „Für uns ist es ein Gebot der Stunde, dem  wachsenden internationalen Absatz unserer Werkstoffe mit einer Ausweitung des Fertigungsvolumens vorzubauen.“ Darüber hinaus benötige man die zusätzlichen Produktionskapazitäten, um im Zuge innovativer Werkstoff-Neuentwicklungen Testmaterialien und Prototypen unter serienreifen Bedingungen zu fertigen.

„Wir wollen unsere Marktchancen nutzen, da faserverstärkte Kunststoffe ein sehr großes Innovationspotenzial in sich tragen und weltweit die Nachfrage nach leichten, sehr stabilen High-Tech-Werkstoffen in vielen industriellen Anwendungsbereichen ansteigt.“ LAMILUX habe sich vor allem durch die hohe Qualität, die Flexibilität in der Fertigungsplanung und die Liefersicherheit große Wettbewerbsvorteile erarbeitet. „Diese gilt es zu halten und auszubauen“, betont Dr. Strunz, „weil hier die Gründe für unser überproportionales Wachstum in den vergangenen Jahren liegen.“ Darüber hinaus biete die neue, hochmoderne Produktionsstraße die Möglichkeit, noch innovativere Werkstoff-Varianten herzustellen, mit denen sich weitere, neue Anwendungsfelder erschließen lassen.

Ilse Aigner: „Absolutes Vorzeigunternehmen“

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, die zum Spatenstich nach Rehau reiste, würdigte das Engagement von LAMILUX: Es zeige sich, so Aigner, wie stark sich gerade Familienunternehmen der Region verpflichtet fühlen und gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernehmen. „LAMILUX beweist Standorttreue und Verbundenheit zur Heimat und verbindet diese Grundsätze mit hoher Innovationskraft. Es ist in vielerlei Hinsicht ein absolutes Vorzeigeunternehmen.“

23 Millionen Euro fließen 2014 in den Heimatstandort Rehau

Insgesamt investiert LAMILUX 2014 an seinem Heimatstandort knapp 23 Millionen Euro in neue Gebäude, Maschinen und Betriebseinrichtungen sowie den Erwerb von Grundstücken. Bereits im Bau befindet sich ein großes, vierstöckiges Büro- und Kantinengebäude, das direkt am Firmensitz in Rehau für sieben Millio-nen Euro errichtet wird.

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